Geländewagen fuhren um den Kaiserpokal
Nur Mutige wagten sich durchs Schlammloch

Aspenstedt (dk) - Aspenstedt erlebte am vergangenen Wochenende gleich zwei Großereignisse. Die Huy-Mountain-Dancer Aspenstedt hatten zur Country-Nacht eingeladen. Ein weiterer Anziehungspunkt war der Wettbewerb um den Kaiserpokal des Hill Hopper Clubs Goslar. Dazu hatten sich zahlreiche Aktive und Zuschauer eingefunden und am Dorf ihr Lager aufgeschlagen.

Der Club der Geländewagenfahrer wurde 1988 in Goslar gegründet. Damals gab es nur eine kleine Gruppe von Geländewagenfahrern, die gern gemeinsam etwas unternehmen wollten. So wurden Orientierungsfahrten durch die nähere Umgebung sowie Trials veranstaltet. Das sind Geschicklichkeitsfahrten mit dem Geländewagen durch einen Parcours. Um der losen Gruppe einen besseren Zusammenhalt zu geben, wurde der Club gegründet. Damit war auch die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Motorsportgelände zu mieten. Ein geeignetes Gelände fand sich nach längerem Suchen bei Aspenstedt.

Dort wurde nun schon zum 14. Mal ein Geländewagentrial ausgerichtet. "Heute erfreut sich dieser Kaiserpokal bei den Geländewagenfahrern aus dem ganzen Bundesgebiet großer Beliebtheit und ist uns zur lieben Tradition geworden", sagte Clubvorsitzender Rüdiger Müller. Jeden dritten Sonnabend im Monat findet ein Clubtreffen auf dem Gelände in Aspenstedt statt.

Bereits am Freitag trafen die meisten der 38 Teilnehmer auf dem Gelände ein. Am Sonnabend machten sie sich dann in acht verschiedenen Klassen auf den bergigen Parcours. Die im öffentlichen Straßenverkehr zugelassenen Fahrzeuge waren dabei nach den verschiedenen Fahrzeuglängen eingeteilt worden. Weitere Klassen gab es für verbesserte Fahrzeuge sowie für Fahrzeuge ohne Straßenzulassung.

Es mussten mindestens sieben verschiedene Sektionen durchfahren werden. Strafpunkte wurden verteilt, wenn jemand länger als drei Sekunden stehen blieb oder den Motor abwürgte. Falsches Rückwärtsfahren, Abwerfen von Markierungen oder nicht durchfahrene Tore wurden außerdem bestraft.

Die meisten Zuschauer wurden am Schlammloch, einem Sonderwettbewerb, beobachtet. Hier warteten ein mit Wasser gefülltes, tiefes Loch auf die mutigen Fahrer. Zunächst startete dabei der einzige nicht im Straßenverkehr zugelassene Pkw. Ohne Geländetechnik ausgestattet, hatte er keine Chance, die Durchfahrt zu schaffen. Der Fahrer sorgte aber miti kräftigem Gasgeben für Beifall bei den Zuschauern.

Nur wenige Geländewagenfahrer trauten sich durch dieses schwierige Feld. Die meisten hatten ihr Fahrzeug schon vorher von den Kameraden der Aspenstedter Feuerwehr abspritzen lassen, damit sie wieder auf die Straße konnten.

Einige Wagemutige wollten es aber wissen. Sie mussten ihr Fahrzeug zuvor mit einer Abschleppleine ausstatten, da der anschließende steile Anstieg aus eigener Kraft meist nicht zu schaffen war.

Der 2. Vereinsvorsitzende Uwe Schmidt aus Quedlinburg äußerte sich zufrieden mit den sportlichen Bedingungen in Aspenstedt. Allerdings konnte diesmal kein Fahrer aus der Nordharzregion einen vorderen Platz erzielen.

Am 18. September findet ab 11 Uhr wieder ein Clubtreffen auf dem Fahrgelände in Aspenstedt statt. Am 9. Oktober treffen sich die Clubmitglieder zu einer Fahrzeug-Präsentation in Kloster Gröningen. Für den 17. Oktober sind eine Wanderung und Grünkohlessen in Aspenstedt geplant. Am 18. Dezember steht das Clubtreffen auf dem Fahrgelände Aspenstedt mit der Feier zum fünfjährigen Bestehen des Sportzentrums Aspenstedt an.